WAS IST MANGELERNÄHRUNG UND WIE ENTSTEHT SIE?
Essen und Trinken haben eine große Bedeutung für unsere Gesundheit. Nur wenn wir uns ausreichend mit Energie und Nährstoffen versorgen, bleibt der Körper stark und widerstandsfähig.
Gerade im Alter nehmen das Hunger- und das Durstgefühl ab (Portionen werden kleiner), das Geschmacksempfinden lässt nach und Appetitlosigkeit tritt auf. Zudem können altersbedingte Kraftlosigkeit und Bewegungseinschränkungen das Einkaufen sowie das Zubereiten von Mahlzeiten erschweren. Zunehmende körperliche Beschwerden und psychosoziale Aspekte wie Alterseinsamkeit spielen im Alter ebenso eine relevante Rolle.
Mangelernährung kann aber auch krankheitsbedingt bei Kau- und Schluckbeschwerden, bei konsumierenden Krankheiten (z.B. Tumorerkrankungen), bei chronischen Erkrankungen (z.B. Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa, Alzheimer, Demenz, COPD) oder nach Operationen auftreten. Oft kommt es dann zu einem Mangel an Energie, Eiweiß sowie Vitaminen und Mineralstoffen.
Medikamente, die eine Mangelernährung begünstigen
Zu den unerwünschten Medikamentenwirkungen zählen vorrangig Magen-Darm-Probleme. Diese können sich u. a. durch Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen bemerkbar machen und ebenfalls Einfluss auf den Ernährungszustand nehmen. Bestimmte Therapien, zum Beispiel Chemotherapien, führen häufig zu unangenehmen Begleitsymptomen, die eine beschwerdefreie Nahrungsaufnahme zusätzlich erschweren und eine Mangelernährung begünstigen. Individuell auf die Patient:innen abgestimmte, vorbeugende Maßnahmen können die Sicherheit notwendiger Behandlungen erhöhen und zu einer besseren Verträglichkeit beitragen.
Erklärvideo
In diesem Video erfahren Sie, welche Ursachen Mangelernährung hat, wie sie erkannt werden kann und welche Maßnahmen zur Verbesserung der Ernährung ergriffen werden können.
Risikotest
Mithilfe des Mangelernährungs-Risikotests können Sie einschätzen, ob bei Ihnen oder Ihren Angehörigen die Gefahr einer Mangelernährung besteht.
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Tumorkachexie und der erhöhte Energie- und Nährstoffbedarf
Mangelernährung kommt bei Krebspatienten häufig vor und ist ein entscheidender Faktor bei der Entwicklung der sogenannten Tumorkachexie (Auszehrung)1: Im Verlauf einer Tumorerkrankung kommt es bei vielen Patienten zu ungewolltem Gewichtsverlust nicht nur mit einem Abbau von Fett sondern auch von Muskelmasse, der mit einem Kräfteverfall einhergeht.
Das liegt daran, dass Krebs eine „konsumierende“ Erkrankung ist: Unter dem Einfluss des Tumors verändern sich Hormonhaushalt und Stoffwechsel. Der Energiebedarf steigt und zur Energiegewinnung werden vom Körper vermehrt Fette, aber auch Muskeleiweiß „verbrannt“. Der Energie- und Nährstoffbedarf ist somit bei Krebserkrankungen erhöht. Normalerweise reagiert der Körper auf Fett- und Muskelverluste, indem er das Hungergefühl herauf reguliert. Dieser Selbstschutzmechanismus kann jedoch durch den Tumor außer Kraft gesetzt werden. Unter seinem Einfluss werden vermehrt Botenstoffe (Zytokine) ausgeschüttet, die sich dämpfend auf Appetit bzw. Hungergefühl auswirken. Zudem fördern diese Zytokine den Abbau der Muskulatur und führen so zu einer immer stärkeren Schieflage zwischen Ab- und Aufbauvorgängen im Körper.1
Laut der Deutschen Krebsgesellschaft kommt es rund bei der Hälfte aller Krebspatienten im Verlauf ihrer Krankheit zu einer tumorbedingten Auszehrung.1 Es gibt allerdings auch Krebserkrankungen, bei denen eine Tumorkachexie sehr viel häufiger ist.
Häufig tritt eine Tumorkachexie bei Patienten mit folgenden Krebserkrankungen auf:1
- Bestimmte Tumore im Kopf-Hals-Bereich (Speiseröhrenkrebs)
- Tumore im oberen Verdauungstrakt (Bauchspeicheldrüsenkrebs, Darmkrebs, Magenkrebs)
- Sehr aggressive Non-Hodgkin-Lymphome
- Kleinzellige Lungenkarzinomen
- Prostatakrebs
Krebspatienten müssten sich daher besonders hochkalorisch ernähren, um ihren Nährstoffbedarf zu decken. Das aber ist oftmals ein Problem: Viele Krebspatienten würden gerne mehr und vielfältiger essen, aber sie schaffen es nicht. Sie bringen kaum einen Bissen hinunter und müssen sich zum Essen zwingen – eine Situation, die für Betroffene und Angehörige sehr belastend ist.1
Dass sich Krebspatienten mit dem Essen so schwer tun, hat unterschiedliche Gründe: Appetitlosigkeit, Übelkeit, Geschmacksstörungen, Verdauungsprobleme und Schmerzen sind nur einige Aspekte, die einer bedarfsgerechten Nahrungsaufnahme entgegenstehen. Sie sind in den meisten Fällen die Folge der Chemo- und Strahlentherapie. Weitere Nebenwirkungen sind Schleimhautentzündungen im Mund und Magen-Darm-Trakt, die in diesem Zusammenhang ebenfalls eine wichtige Rolle spielen.
WIE KANN MAN MANGELERNÄHRUNG FRÜHZEITIG ERKENNEN?
Wichtig ist es, auf einen guten Ernährungszustand zu achten und Gewichtsverlust zu vermeiden, damit keine Mangelernährung entsteht.2 Mit bloßem Auge lässt sich eine beginnende Mangelernährung oft nicht erkennen. Mangelernährung entwickelt sich meist schleichend und zunächst ohne auffällige Symptome. Daher ist es essenziell, das Bewusstsein für die Problematik einer Mangelernährung zu schärfen. Ungewollte Gewichtsverluste und seien sie noch so gering, können bereits erste Warnzeichen sein.
ANZEICHEN:
- Appetitlosigkeit
- veränderte Essgewohnheiten
- allgemeine Schwäche
- Müdigkeit
- Sturzgefahr, Gebrechlichkeit und Muskelabbau
- Wundheilungsstörungen
- verlangsamte Genesung nach Krankheiten
WAS SIND DIE FOLGEN VON MANGELERNÄHRUNG?
Ein Mangel an Energie und wertvollen Nährstoffen über einen längeren Zeitraum kann gravierende Auswirkungen auf zahlreiche Körperfunktionen mit sich ziehen. Zu den Folgen von Mangelernährung zählen ungewollter Gewichtsverlust, körperliche Schwäche, Verlust von Muskelmasse, erhöhte Sturzgefahr, gestörte Wundheilung oder Infektanfälligkeit.
Infolge des erhöhten Nährstoffbedarfs und der gleichzeitig oft beeinträchtigten Nahrungsaufnahme sind Krebspatienten besonders gefährdet, in einen Zustand der Mangelernährung und damit in eine Abwärtsspirale zu geraten.
Mangelernährung kann bei Onkologiepatienten zu einer weiteren Verschlechterung des Gesundheitszustandes und der Lebensqualität führen. Die durch Mangelversorgung ausgelösten Verluste an Gewichts- und Muskelmasse schwächen den Körper zusätzlich und schränken die Leistungsfähigkeit weiter ein. Zudem verhindert Mangelernährung auch, dass Patienten Kraft tanken können, die sie für die Bewältigung der Krankheit und die anstrengende Therapie dringend benötigen. Mangelernährte Patienten sind oftmals auch infektanfälliger und leiden nicht selten unter Wundheilungsstörungen. Eine frühzeitige Ernährungsberatung und gegebenenfalls eine gezielte Ernährungstherapie sind bei Krebspatienten also besonders wesentlich.
Mangelernährung bei Krebserkrankungen
- Jährlich erkranken in Österreich etwa 42.000 Menschen an Krebs. Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen.³
- Ungewollter Gewichtsverlust und Mangelernährung sind häufige, aber bisher zu wenig beachtete Probleme in der Krebstherapie.
- Die Prävalenz liegt je nach Tumorart, Tumorstadium und Alter bei bis zu 70%,⁴ bei älteren Krebspatienten sogar bei bis zu 83%.⁵ Ein besonders hohes Risiko für eine Mangelernährung liegt bei Tumoren des Magen-Darm-Trakts, des Kopfes, des Halses, der Leber und Lunge vor.⁴
- Die Erfolgsaussichten von Krebstherapien werden durch einen schlechten Ernährungsstatus deutlich reduziert und die Therapien werden schlechter vertragen.⁶
- Die Konsequenzen von Mangelernährung: verkürzte Lebenserwartung, mehr Therapienebenwirkungen, verminderte Lebensqualität.
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Krebspatienten haben meist einen hohen Energie- und Proteinbedarf. Eine kalorien- und eiweißreiche Ernährung schafft die Voraussetzung dafür, dass der Körper wieder zu Kräften kommt und ein weiterer Verlust an Muskelmasse vermieden werden kann. Trinknahrung, die auch als Astronautennahrung bekannt ist, kann betroffenen Patienten helfen, sich ausreichend und ausgewogen zu ernähren. Trinknahrung ist leicht zu schlucken und ermöglicht es, mit kleinen Portionen große Mengen an Energie und lebenswichtigen Nährstoffen zu sich zu nehmen. Das ist ein großer Vorteil für onkologische Patienten, da viele von ihnen unter Appetitmangel und Übelkeit leiden und keine größeren Nahrungsmengen zu sich nehmen können.
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Quellen
- Deutsche Krebsgesellschaft: Mangelernährung und Tumorkachexie (Online hier verfügbar)
- Österreichische Krebshilfe: Ernährung bei Krebs (Online hier verfügbar)
- Statistik Austria – Krebserkrankungen (Online hier verfügbar)
- Arends J. et al. ESPEN expert group recommendations for actions against cancer-related malnutrition. Clin Nutr 2017;36(5):1187–96.
- Caillet P et al. Association between cachexia, chemotherapy and outcomes in older cancer patients: A systematic review. Clin Nutr 2017;36(6):1473–1482.
- Prado CM et al. Sarcopenia and cachexia in the era of obesity: clinical and nutritional impact. Proc Nutr Soc 2016;75(2):188–98.